Lebensmittel Praxis: "Imagewandel erforderlich"

Die Corona-Pandemie wirft ein Schlaglicht auf die großen Problemstellungen in der Fleischbranche, wie Management-Berater Otto Strecker im Interview erläutert.

Von Jens Hertling.

Welchen Herausforderungen muss sich die Fleischwirtschaft stellen?

Otto Strecker: Die Covid-19 Pandemie lenkt die Aufmerksamkeit auf bereits lange bestehende Herausforderungen in der Fleischbranche. Neben wiederkehrenden Themen wie LEH-Marktmacht, Preisvolatilität, Tierwohl und Regionalität, rücken momentan die Arbeitsbedingungen und der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter bedingt durch Corona-Hotspots in den Fokus der Öffentlichkeit. Insofern wird künftig die allgemeine arbeitsrechtliche Compliance von großer Bedeutung sein. Jedoch darf auch die Weiterentwicklung bestehender Hygienemaßnahmen sowie die Entwicklung von Pandemieplänen nicht vernachlässigt werden. Ebenso werden sich viele Betriebe in Bezug auf Beschaffungskanäle, Produktion und Vertriebswege neu positionieren müssen.

Wie denken Sie über eine Konsolidierung innerhalb der Fleischbranche?

Mehr als zehn Prozent der Übernahmen innerhalb der deutschen Ernährungsindustrie entfallen auf den Bereich der Fleisch- und Wurstwarenhersteller. Die meisten Übernahmen erfolgen dabei durch strategische Investoren, also Unternehmen der gleichen Branche.
 

Lesen Sie das gesamte Interview in der Lebensmittel Praxis vom 31.07.2020, Heft 12/2020, S. 71 / Industrie

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