Issue der Woche: Firmen als NGOs

Laut der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch würden sich viele Lebensmittelkonzerne als Aktivisten darstellen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken. So würde beispielsweise mit einem geringeren Zuckergehalt in Limonade geworben, obwohl der Gehalt in anderen Ländern als hoch eingestuft werden würde. Zudem würden Unternehmen sich als aktiv im Kampf gegen eine „absurde“ Gesetzgebung darstellen und damit den Fokus auf ihr Produkt lenken, obwohl die Behauptungen nicht auf das geltende Lebensmittelrecht zutreffen. Letztlich würden ebenso Kampagnen zur Kennzeichnung des CO2 –Ausstoßes der Produkte laut der Organisation eigennützigen Zwecken dienen.

Foodwatch beurteilt die Verwendung eines CO2 -Siegels als fraglich. Die Konzerne sollten mit dem sogenannten Verursacherprinzip in die Pflicht genommen werden, anstatt die Klimaverantwortung auf die KonsumentInnen „abzuwälzen“.

„Es liegt im Trend, dass sich Lebensmittelunternehmen als Aktivisten für eine bessere Welt inszenieren. Doch die Grenzen zwischen glaubhaftem Engagement und Werbegag sind fließend.“
Quelle: Manuel Wiemann, Campaigner gegen Verbrauchertäuschung bei foodwatch

Die Aktionen der „vermeintlichen“ Zucker-Aktivisten sei „irreführend“ und würde den Eindruck erwecken, dass Hersteller den Zucker reduzieren möchten, dies aber nicht gestattet sei. Vor diesem Hintergrund fordert die Organisation von der Bundesregierung einen stärkeren Einsatz, um Unternehmen zu verpflichten, etwa den Zuckereinsatz zu verringern.

 

Issue-Management
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  • Welche relevanten Themenstellungen bestehen für Ihr Unternehmen?
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  • Wie sieht die strategische Ausrichtung für den (kommunikativen) Umgang aus?
  • Welche Maßnahmen sind angemessen und wie lassen sich diese umsetzen?
     

Ansprechpartner
Markus Hinskes
Head of Issue Management
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