Der deutsche Weinbau steht vor strukturellen Herausforderungen: Zwischen vielversprechenden Ernteaussichten und steigenden wirtschaftlichen Belastungen zeichnen sich deutliche Risiken für die Zukunftsfähigkeit der Branche ab. Unternehmen sollten frühzeitig Strategien entwickeln, um ihre Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Chancen auf nationalen sowie internationalen Märkten langfristig zu sichern.
Die beginnende Weinlese 2025 zeigt eine gute Traubenqualität, doch der Deutsche Weinbauverband warnt vor anhaltenden strukturellen Branchen-problemen und fehlendem „politischem Rückenwind“. Belastungen bestünden insbesondere durch den sinkenden Weinkonsum, steigende Produktionskosten, bürokratische Hürden und wachsenden internationalen Wettbewerb. Laut der Zukunftsinitiative Deutscher Weinbau ist die wirtschaftliche Existenz von bis zu 50 Prozent der Winzerfamilien bedroht.

Branchenvertreter kritisieren die mangelnde politische Konsequenz in Deutschland: Während auf EU-Ebene Förderprogramme vorankommen würden, stocke die nationale Umsetzung. Konkret seien unter anderem schnellere Zulassungen wirksamer Pflanzenschutzmittel sowie Voraussetzungen für Rodungs- und Destillationsprämien notwendig. Die Zukunftsinitiative Deutscher Weinbau wirft etablierten Weinbauverbänden vor, die Lage zu verharmlosen. Betont wird zudem die Auswirkung der Krise auf weitere Sektoren, wie Agrarmaschinenhersteller, Tourismus und Zulieferer.
Winzergenossenschaften verweisen hingegen auf bestehende Initiativen, die Unternehmen stärken sollen. Erste politische Erfolge wie die Rückkehr der Steuererleichterung für Agrardiesel werden begrüßt. Aus Sicht der Politik sei die Erschließung neuer Märkte, z. B. Japan und Indien, eine zentrale Maßnahme; für Rheinland-Pfalz seien dafür EU-Mittel vorgesehen, die in Marketing und Absatzförderung fließen sollen. Gleichzeitig müssten die Betriebe auf das veränderte Verbraucherverhalten reagieren, das sich im geringeren Alkoholkonsum zeigt.
Issue-Risk-Monitoring
Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.
Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.
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