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21.03.2025

Issue der Woche: Gentechnik ohne Grenzen – Kennzeichnung ade…?!

In der vergangenen Woche haben sich die EU-Mitgliedsstaaten mehrheitlich für eine Lockerung der Regeln zur Kennzeichnung von Gentechnik in Lebensmitteln ausgesprochen. Diese Entscheidung sorgt in der Lebensmittelbranche für kontroverse Diskussionen, da sie umfassende neue Rahmenbedingungen schaffen könnte. Insbesondere die Themen Innovation, Nachhaltigkeit und Transparenz stehen im Mittelpunkt der Debatten.

Konkret sieht der am Freitag gebilligte Vorschlag vor, die Hürden für Erforschung und Verkauf genetisch veränderter Pflanzen zu senken. Pflanzen, die mit bestimmten Gentechnikverfahren wie der Genschere Crispr verändert wurden und deren Eigenschaften auch natürlich oder durch herkömmliche Züchtung hätten erzielt werden können, müssten künftig nicht mehr als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden. Das Saatgut bliebe weiterhin deklarationspflichtig. Gleichzeitig entfällt weitgehend die Notwendigkeit von Tests auf Gesundheitsrisiken. Deutschland hat dem Vorschlag nicht zugestimmt. Nun folgen weitere Abstimmungen im Trilogverfahren.

Befürworter der Lockerung betonen mögliche Vorteile: Mit Gentechnik könnte Obst und Gemüse entwickelt werden, das besser mit Klimawandelfolgen zurechtkommt, höhere Erträge liefert oder allergenfrei ist. Wissenschaftler schätzen gesundheitliche Risiken als gering ein und Agrarchemieverbände loben die Unterstützung für Innovationen.

Kritiker hingegen warnen vor mangelnder Transparenz für Verbraucher, die nicht mehr erkennen könnten, ob ein Produkt gentechnisch verändert wurde. Zudem werden die Ausweitung der Marktmacht von Saatgutkonzernen durch Patente auf genetisch veränderte Pflanzen befürchtet und offene Haftungsfragen bei unbeabsichtigter Kontamination sowie die Sicherstellung der Koexistenz verschiedener Anbauformen betont. Bio-Verbände sehen eine Schwächung der ökologischen Landwirtschaft als mögliche Folge.

Issue-Risk-Monitoring

Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.

Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.

  • Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
  • Welche Anspruchsgruppen stehen dahinter, mit welchem Ziel?
  • Welche Maßnahmen sind angemessen und lassen sich umsetzen?
  • Wie sollte eine Kommunikation strategisch, konzeptionell erfolgen?
     

Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
Telefon:  + 49 (0)228 98 57 0
lena.meinders(at)afc.net