Issue der Woche: Transparenz bei Honig

Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) fordern von der Brüsseler Kommission, die EU-Honigrichtlinien schnellstmöglich anzupassen und kritisieren die aktuellen Kennzeichnungsregeln. Im Gegensatz zu sortenreinen Honigen, deren Etikett genaue Angaben zu Honigart und Herkunftsland enthalten müsse, reiche bei Mischprodukten lediglich die Angabe, ob der Honig aus der EU, aus Drittstaaten oder einer Mischung aus beidem stamme. COPA und COGECA sehen dadurch die europäischen Imker im deutlichen Nachteil.

NDR Markt berichtet über Honig aus der EU und Drittstaaten und kritisiert die intransparente Herkunftsbezeichnung. Oft stamme der Honig aus China und habe teils durch einen zu hohen Wasseranteil kritische Hefegehalte. Zudem ließen Laborproben darauf schließen, dass der Honig überhitzt, verfälscht oder unreif sei.

„Aus den verschiedenen Honigen, die angeboten werden, muss man sich die auswählen und zusammenbringen, die am Ende die Mischung ergeben, die der Verbraucher erwartet. Und der Verbraucher erwartet möglichst gleichbleibenden Geschmack.“
Quelle: Frank Filodda, Vorsitzender des Honig-Verbandes

Da Honig schon seit Jahren immer wieder wegen Food Fraud in den Medien in der Kritik steht und laut dem Europäischen Parlament eines der meist gefälschten Lebensmittel ist, lag der Fokus der Operation OPSON X (2020/2021) von Europol und Interpol auf betrügerischen Praktiken bei Honig. Der Betrug gehe vom Strecken mit Zuckersirupen über den Zusatz von Enzymen und Farbstoffen bis hin zur Täuschung hinsichtlich Herkunft oder Sorte.


Issue-Management
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Markus Hinskes
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