Issue der Woche: Ethylenoxid-Rückstände in Lebensmitteln

Der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zufolge wurden seit 2020 zahlreiche Lebensmittel, insbesondere Produkte aus Indien, aufgrund einer Verunreinigung mit Ethylenoxid zurückgerufen. Die in Pflanzenschutzmitteln verwendete Substanz ist laut des BfR als erbgutverändernd und krebserzeugend einzustufen und dessen Applikation in der EU verboten. Ferner sind Lebensmittel, bei denen Rückstände dieses Stoffes nachgewiesen werden, in der EU nicht verkehrsfähig.

Laut foodwatch habe insbesondere Frankreich viele Rückrufe aufgewiesen. Betroffen seien neben sesamhaltigen Produkten, Schalotten, Pfeffer, Kaffee und Guarkernmehl auch fast alle industriellen Eiscremes aufgrund von verunreinigtem Johannisbrotmehl aus der Türkei. Der Organisation zufolge würde die EU-Kommission eine Verständigung erwägen, nach der zukünftig bestimmte mit Ethylenoxid verunreinigte Produkte, bei denen die Nachweisgrenze nicht überschritten wurde, weiterhin verkauft werden könnten. Foodwatch bezeichnet dies als „absolut inakzeptabel“.

Wenn die EU etlichen Herstellern einen Freifahrtschein erteilt, mit krebserregenden Substanzen verunreinigte Produkte zu importieren und in der EU zu vermarkten, gefährdet sie unnötig die Gesundheit von Millionen von Europäer*innen!
Quelle: Rauna
Bindewald, foodwatch

Die Organisation hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einem Brief aufgefordert, sich gegen Ethylenoxid auszusprechen. Ein Verkauf von Lebensmitteln, welche krebserregende Substanzen enthalten, dürfe auf keinen Fall akzeptiert werden, so foodwatch.


Issue-Management
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