tagesschau.de: Der "knochenharte Job" der Kuriere

Keine oder nur befristete Verträge, ständige Überwachung und schlechte Bezahlung: Viele Lieferdienst-Kuriere klagen über ihre Arbeitsbedingungen. Doch die werden immer mehr zum Wettbewerbsfaktor.

Von Till Bücker, tagesschau.de, und Bibiana Barth, ARD-Börsenredaktion.

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"Die Gastronomie findet keine Leute mehr, und in der Konkurrenz um die Arbeitsplätze könnte es sein, dass die Lieferdienste etwas mehr bieten müssen", sagt Otto Strecker von der AFC Consulting Group, einer Unternehmensberatung für die Lebensmittelwirtschaft. Auch juristisch geraten die Lieferdienste teilweise unter Zugzwang. Zwei Kläger in Frankfurt hatten zuletzt Erfolg. Das Hessische Landesarbeitsgericht gab einem Rider Recht und entschied, dass ihm für seine Tätigkeit ein Fahrrad und ein Smartphone einschließlich des erforderlichen Datenvolumens zur Verfügung gestellt werden muss. Außerdem sei pro gearbeitete Stunde ein Guthaben von 25 Cent für Fahrradreparaturen nötig, urteilte das Gericht im Juni. Ein kritischer Punkt sind die niedrigen Preise. "Ich persönlich glaube nicht, dass man für 1,80 Euro Liefergebühr, selbst unter noch schlechteren Bedingungen, kostendeckend ausliefern kann", sagt Experte Strecker. 
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in tagesschau.de, Stand: 29.08.2021 17:41 Uhr.

AFC Chilli