Lebensmittelzeitung: Fleischbranche will Reputation verbessern

Deutscher Fleisch Kongress der LZ debattiert über mögliche Strategien – Tönnies setzt auf Initiative Tierwohl und Öffnung Chinas

Frankfurt. Die Corona-Krise, die Afrikanische Schweinepest ASP sowie die Diskussionen um Tierwohl und Arbeitsbedingungen beeinträchtigen das Image der Fleischindustrie. Mit raschen Maßnahmen will die Branche ihre Reputation verbessern.

Prof. Otto A. Strecker führte die Teilnehmer des virtuellen Deutschen Fleischkongresses der dfv Mediengruppe zunächst in das „Tal der Tränen“. Für die Fleischwirtschaft gebe es keinen Mangel an schlechten Nachrichten, sagte der Berater und Dozent. Strecker erinnerte an die größten Herausforderungen: Werkverträge, Lieferkettengesetz, Personalsorgen, Exportaussichten, Regulierungen. Die gesamte Wertschöpfungskette müsse sich kritischen Fragen stellen. Als Beispiele nannte Strecker den Umgang mit der Corona-Pandemie, den Einsatz von Antibiotika, das Enthornen von Rindern, das Kupieren der Schweineschwänze, die Klima-Bilanz und den Nutriscore.

Auf Kritik könne man im Prinzip mit drei Strategien reagieren: Verzicht, Extensivierung oder Technologie und Innovationen. Gerade beim letzten Punkt sieht der Agrarökonom in der Fleischwirtschaft noch Potenzial. Es werde noch zu wenig in Technologie investiert. Wenn es möglich sei, Operationen am offenen Herzen zu automatisieren, sollte das auch bei der Tier-Zerlegung möglich sein. Angesichts der Vielzahl von Kritikpunkten zeigte sich Strecker skeptisch, dass es der Fleischbranche gelingt, die Reputationskrise kurzfristig zu überwinden.

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In: Lebensmittelzeitung, Ausgabe 48 vom 27. November, S. 18 / afz/lz 48-20
 

AFC Chilli