Der Milchmarkt steht derzeit vor mehreren Herausforderungen: Während die Erzeugerpreise deutlich sinken, bleiben die Produktionskosten für viele Betriebe auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig verschärfen regionale Tarifkonflikte in der Molkereiwirtschaft die Rahmenbedingungen entlang der Lieferkette. Die gegenläufige Entwicklung von Erlösen, Kosten und Verbraucherpreisen verdeutlicht ein strukturelles Spannungsfeld, das auch in anderen Branchen zu beobachten ist.
Die Lage am Milchmarkt bleibt angespannt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Erzeugerpreise für Milch im Mai 2026 um 25,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig stieg die Unterdeckung der Milcherzeugungskosten auf 28 Prozent. Zudem verschärft sich der Tarifstreit in der Molkereiwirtschaft regional. Insgesamt gaben die Preise landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 Prozent nach und verzeichneten damit den stärksten Rückgang seit mehr als elf Jahren.
Der Preisverfall trifft die Betriebe in einer Phase weiterhin hoher Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel. Im April standen Produktionskosten von circa 53 Cent je Kilogramm Milch Auszahlungspreisen von lediglich etwa 38 Cent gegenüber. Die im Rahmen des Tarifstreits in der Milchwirtschaft geforderten Lohnerhöhungen könnten zusätzlichen Kostendruck verursachen. Trotz der sinkenden Erzeugerpreise stiegen die Verbraucherpreise für Lebensmittel im Mai um 0,4 Prozent.
Die Gewerkschaft NGG begründet ihre Tarifforderungen mit den anhaltend hohen Belastungen der Beschäftigten sowie dem weiterhin hohen Preisniveau und fordert daher deutliche Lohn- und Gehaltssteigerungen. Vertreter der Molkereiwirtschaft betonen, dass die Milch trotz der Warnstreiks weiterhin abgeholt und verarbeitet werde und die Versorgung mit Milch und Butter derzeit nicht gefährdet sei.
Issue-Risk-Monitoring
Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.
Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.
- Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
- Welche Anspruchsgruppen stehen dahinter, mit welchem Ziel?
- Welche Maßnahmen sind angemessen und lassen sich umsetzen?
- Wie sollte eine Kommunikation strategisch, konzeptionell erfolgen?
Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
Telefon: + 49 (0)228 98 57 0
lena.meinders(at)afc.net