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15.09.2026

Issue der Woche: Japankäfer noch aufzuhalten…?!

Die Einrichtung der ersten Quarantänezone in Bayern nach Funden des Japankäfers rückt den Schutz landwirtschaftlicher Kulturen vor invasiven Schädlingen in den Fokus. Sie unterstreicht die Bedeutung von Früherkennung, abgestimmten Maßnahmen und Vorsorge entlang von Produktions- und Transportwegen. Betriebe der Lebensmittelwirtschaft sollten mögliche Auswirkungen auf Anbau, Warenströme und betriebliche Abläufe frühzeitig prüfen.

Nach mehrfachen Nachweisen des Japankäfers in zwei Lindauer Gemeinden ist kürzlich erstmals in Bayern eine Quarantänezone eingerichtet worden. Der Japankäfer gilt in Europa als prioritärer Unionsquarantäneschädling und kann mehr als 300 Kulturpflanzen befallen. Wie Erfahrungen aus Italien zeigen, kann sich der Japankäfer nach einer Etablierung schnell ausbreiten und sein Verbreitungsgebiet um bis zu zehn Kilometer pro Jahr erweitern.

Behörden und Fachstellen bewerten die Quarantäne als notwendigen Schritt, um die weitere Ausbreitung und Verschleppung zu begrenzen. Das breite Wirtspflanzenspektrum und das hohe Schadpotenzial des Japankäfers könne insbesondere bei starkem Auftreten zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen in der Landwirtschaft führen. Auch im angrenzenden Bodenseekreis bereiten sich die Behörden auf mögliche Maßnahmen vor.

Unter Experten besten jedoch Zweifel daran, ob der Japankäfer in Europa noch ausgerottet werden könne. Wegen fehlender natürlicher Feinde und zunehmend günstiger klimatischer Bedingungen könnte er langfristig auch in Deutschland heimisch werden. Inzwischen wurden auch am Flughafen Hannover elf Japankäfer gefangen, bislang jedoch ohne Hinweise auf eine etablierte Population. Vor diesem Hintergrund bleibt fraglich, ob sich eine weitere Ausbreitung durch chemische Maßnahmen und Quarantänevorgaben dauerhaft verhindern lässt.

Issue-Risk-Monitoring

Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.

Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.

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Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
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