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04.08.2026

Issue der Woche: Die Zikade im Höhenflug…?!

Die Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade entwickelt sich zunehmend zu einem standortübergreifenden Risiko für den Pflanzenbau. Entlang der Wertschöpfungskette gewinnt vorausschauendes Risikomanagement an Bedeutung – von Monitoring und Sortenwahl bis zu Pflanzenschutz- und Beschaffungsstrategien.

Aktuelle Monitoringdaten zeigen eine weitere Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade in deutschen Zuckerrübenanbaugebieten. Betroffen seien Regionen in Bayern, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen sowie das rheinische Anbaugebiet. Zudem wird für das Jahr 2026 von einem deutlich früheren Zikadenflug und höheren Fangzahlen als im Vorjahr berichtet. Die Hitzewelle im Juni habe den Zikadenflug offenbar „deutlich begünstigt“.

Die Schilf-Glasflügelzikade schädigt die betroffenen Kulturen vor allem durch die Übertragung bakterieller Krankheitserreger, die die Krankheitskomplexe „Syndrome-Basses-Richesses“ (SBR) und Stolbur auslösen. Experten zufolge seien tolerante Sorten bislang selten. Angesichts der raschen Ausbreitung sollten landwirtschaftliche Flächen auch in bislang nicht betroffenen Regionen frühzeitig auf Zikaden und deren Nymphen kontrolliert werden, um präventive Maßnahmen rechtzeitig einleiten zu können.

Branchenvertreter werten die aktuellen Beobachtungen als Bestätigung dafür, dass der SBR-Komplex weiterhin die größte pflanzenbauliche Herausforderung für den deutschen Zuckerrübenanbau darstelle und sich die Ausbreitung nur mit einem integrierten Ansatz wirksam begrenzen lasse. Verbände der Zuckerwirtschaft sehen politischen Handlungsbedarf. Erforderlich seien beschleunigte Zulassungsverfahren, eine stärkere Förderung von Forschung und Züchtung sowie die Beibehaltung von Notfallzulassungen, solange keine wirksamen Alternativen zur Verfügung stünden. Neben dem Zuckerrübenanbau gelte die Schilf-Glasflügelzikade inzwischen auch im Kartoffel- und Gemüseanbau als bedeutender Schädling.

Issue-Risk-Monitoring

Bei unerwarteten Ereignissen, negativen Themen und kritischen Anfragen von Stakeholdern, wie NGOs, Medien und Verbrauchern helfen wir Ihnen, komplexe Sachverhalte einzuschätzen, potenzielle Risiken zu bewerten und die Kommunikation angemessen zu gestalten.

Im Sinne eines umfassenden Reputationsschutzes für Unternehmen und Marken machen wir Sie fit für den proaktiven und reaktiven Umgang mit diesen Herausforderungen, um die Öffentlichkeitsarbeit zielführend und erfolgreich durchzuführen - denn „Issues“ sind unser Alltag.

  • Welche Risikothemen betreffen Ihr Unternehmen wirklich?
  • Welche Anspruchsgruppen stehen dahinter, mit welchem Ziel?
  • Welche Maßnahmen sind angemessen und lassen sich umsetzen?
  • Wie sollte eine Kommunikation strategisch, konzeptionell erfolgen?
     

Ansprechpartnerin
Lena Meinders
Geschäftsführerin
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