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13.12.2024

agrarzeitung: Mehr oder weniger?

Was bestimmt den Wert von Lebensmitteln und Agrarprodukten?

Von Otto A. Strecker.

Lebensmittel und Agrarprodukte kosten zumeist weniger, wenn wertgebende Bestandteile in geringerer Menge als üblich enthalten sind. Das ist und war eigentlich eine Binsenweißheit. Weizen, der die Anforderungen an Brotgetreide nicht erfüllt, wird als Futter vermarktet. Obstqualitäten jenseits der Handelsnorm gehen in den Most.

Dabei gibt es seit langer Zeit auch ganz gegenläufige Trends bei dem, was für Verbraucher den Wert von Lebensmitteln ausmacht. Weniger kann nämlich auch mehr sein. Durch Weglassen Werte schaffen. Der erste Unternehmer, der sein Lebensmittel dadurch definierte, dass ein zentraler, bis dato relevanter Bestandteil, nicht in seinem Produkt enthalten war, war Ludwig Roselius. Er war der Nachfolger eines Bremer Kaffee- und Kolonialwarenhändlers dessen relativ früher Tod auf übermäßigen Koffeingenuss zuckzuführen gewesen sein soll. Dies war Ansporn für den Sohn, der Sache nachzugehen. Nach längerer Forschung vermarktetete Roselius ab 1907 unter der Marke „Kaffee HAG“ vermutlich als erster Deutscher Unternehmer ein Produkt aus dem Bereich der Nahrungs- und Genussmittel, das sich vor allem durch etwas definierte, was es nicht enthielt: Koffein.
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Lesen Sie den vollständigen Artikel in:
agrarzeitung, Ausgabe 49/2024 vom 06.12.2024, S. 16.

Prof. Dr. Otto A. Strecker

AFC Consulting Group AG: Vorstand, Managing Partner

otto.strecker@afc.net
+49 228 985790