Issue der Woche: Bio-Branche in der Kritik

Vergangene Woche wurde die Bio-Branche in einem ZEIT-Artikel stark angegriffen. Die Autorin war zusammen mit Aktivisten von Animal Rights Watch in einen Naturland-zertifizierten Legehennenbetrieb eingebrochen und berichtet in dem Artikel über die dortigen Zustände.

Laut der ZEIT unterwirft sich die Bio-Landwirtschaft heute den gleichen ökonomischen Zwängen wie die konventionelle Landwirtschaft, sodass nur gerade eben das Minimum der Bioregeln eingehalten werde. Damit sei das Vertrauen, das die Kundschaft in das Bio-Versprechen habe, missbraucht.

Nun reagiert der Bio-Spitzenverband BÖLW auf diese Kritik und bezeichnet die Diskreditieren von 50.000 Biobetrieben als unangemessen. Das Bio-Kontrollsystem sei das am strengsten kontrollierte innerhalb des Agrar- und Lebensmittelsektors.

„Der Handel rechnet in Kilogramm und Liter – und nicht etwa in Gesundheit und Wohlergehen der Tiere“
Quelle: Prof. Albert Sundrum, Uni Kassel

Auch andere Medien veröffentlichen negative Meldungen über den Öko-Landbau: Die WELT berichtet über agrarwissenschaftliche Berechnungen, nach denen bei Bio durch den höheren Flächenverbrauch mehr Treibhausgase pro Tonne Nahrungsmittel emittiert würden. Und in Nelson Müllers Bio-Report im ZDF werden einige negative Punkte gefunden. Müller betont, Bio sei keine Garantie für einen kompletten Verzicht auf Pflanzenschutzmittel oder zuckerreduzierte und gesunde Rezepturen.
 

Issue-Management
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